Im Jahr 1959 wurde die "Jugendblaskapelle Perchtoldsdorf" von Ing. Wolf und Prof. Alois Bauch gegründet.



Ein bisschen in die Jahre gekommen und an der Spitze und an den Flügeln schon etwas angegraut, haben wir uns 2003 endgültig eine Namensänderung verpasst.

Warum jetzt doch dieser gewagte Schritt weg von der graumelierten Jugendblaskapelle hin zur „seriösen“ Trachtenkapelle?

Ausschlaggebend war der Ausspruch einer unserer Alt-Roadies, eine bereits betagte Perchtoldsdorferin, anlässlich der jährlichen Tradition des „Anschlagens“ in der Woche vor der Fronleichnamsprozession. Mit Tränen in den Augen, sich an unsere letzten jugendlichen Jahre erinnernd, stammelte Sie ein: „Oba letztes Joah woa no de Jugenbloskapöön do, göö?“ - Sie hat uns einfach nicht mehr erkannt!

Aus kleinen Buben und Mäderln werden halt auch einmal im Laufe der Jahrzehnte Familienväter und Mütter. In Anbetracht dessen, dass sich sogar fast noch Gründungsmitglieder unseres in den 50er Jahren gegründeten „bunten Haufens“ befinden, war diese Aussage eines unserer letzten Hardcore-Fans das i-Tüpfchen in einer langen Kette der in die Midlife-Crises gekommenen Blasmusik.

Aber wir haben uns der Herausforderung gestellt.
Niemand wird uns mehr mitleidig belächeln, wenn wir bei Auftritten mit „Trachtenkapelle“ statt mit „Jugendblaskapelle“ vorgestellt werden.
Ein neues Kapitel bricht in unserer Geschichte an.
Wir haben die blasmusikalische Pubertät erfolgreich hinter uns gebracht.
Wir stehen zu unserem Alter.
Wir haben es geschafft.
Wir sind endlich erwachsen geworden!

Naja ... so richtig „erwachsen“ werden wir wohl nie. Aber wer will das schon ...?